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Maria Jarema

Volksbühne München e.V., Volksbühne München e.V.

Maria Jarema (1908 – 1958) konnte vieles: Sie war Bildhauerin und Malerin, sie experimentierte mit Drucktechniken, entwarf Kostüme und Bühnenbilder für Theater und Tanz, war Schauspielerin. Sie verfasste kunsttheoretische Texte, intervenierte für das Recht von Frauen auf uneingeschränkte körperliche und kreative Selbstbestimmung, schrieb Manifeste gegen die Klassengesellschaft. Krakau war ihr Lebensmittelpunkt. Dort begründete sie 1932 mit befreundeten Studierenden die Krakauer Gruppe (Grupa Krakowska) aus Protest gegen die nationalistischen Tendenzen an der Kunstakademie. Jaremas künstlerisches Werk zeichnet sich durch eine eigenwillige Formensprache aus, die zugleich von großer Vertrautheit mit der Geschichte der Kunst sowie ihren jeweils neuesten Entwicklungen zeugt. Während längerer Aufenthalte in Paris 1938 und 1948 kam sie in Berührung mit dem Surrealismus, in dem sie ihre eigene Haltung wiedererkannte: Die Kunst war für Jarema kein politisches Mittel, sondern eine revolutionäre Praxis, die das Denken verändern und Gesellschaft verbessern konnte.

Ihr Leben war eng mit dem Theater verbunden: Mit ihrem Bruder, dem Künstler Józef Jarema, der später mehrere Jahre in München lebte, war sie in den 1930er Jahren in der experimentellen Theatergruppe Cricot aktiv, die ihre Stücke in Gewerkschaftsgebäuden und improvisierten Kunstorten aufführte.

Verfügbare Termine

  • Mi 27.01.2027 16:30 Uhr

    Demnächst im Verkauf

Veranstaltungsort

Volksbühne München e.V., Volksbühne München e.V.

Schwanthalerstr. 5
80336 München

Details zur Spielstätte