Carpathia Der Mythos der Untoten
Nationaltheater, Bayerische Staatsoper
Edward Clug (Choreographie, Inszenierung), Milko Lazar (Musik)
C A R P A T H I A – Der Mythos der Untoten entfaltet sich als eine Abfolge ritueller Zustände, in denen Bedeutung durch Transformation entsteht – ein Akt der Rückkehr und der stillen Reinigung. Im Zentrum steht ein Bruch: der Verlust des Gleichgewichts zwischen den Menschen und der heiligen Ordnung, in der sie leben. Unsterblichkeit erscheint nicht als Macht oder Verführung, sondern als Last; das Böse wird nicht personifiziert, sondern als Folge des besagten Verlustes empfunden. Der Körper wird zum primären Ort, an dem dieser Bruch sich äußert und ertragen wird. Inspiriert von Bram Stokers Roman »Dracula« und seinen einflussreichen Verfilmungen begibt sich Edward Clug in einen Dialog zwischen entlehnten Mythen und wiedergewonnenen Ritualen, zwischen exponierter und verwandelter Dunkelheit. Die speziell für diese Produktion komponierte Musik von Milko Lazar formt die Zeit als Puls und Atem und verstärkt so den Verlauf des Werks vom Bruch hin zur Transformation.
Verfügbare Termine
Veranstaltungsort
Nationaltheater, Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
80539 München