Münchner Volkstheater

(c) Gisela Gerhardt

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Das Münchner Volkstheater ist um einiges jünger als der traditionträchtige Name es vermuten lässt. 1983 wurde es von der Stadt ermöglicht und am Stiglmaierplatz eröffnet. Als Volks-Theater im besten Sinne hat es einen ausgesprochen starken Bezug zu den Münchner Bürgern und verdankt ihnen auch viel. Am Gelingen des Gründungsprojektes war nämlich vor allem das Publikum maßgeblich beteiligt. Ein Großteil der Gesamtumbausumme von 3,9 Millionen Mark, die zur Sanierung und Umgestaltung der Mitte der 50er Jahre erbauten Mehrzweckhalle im Haus des Sports in der Brienner Straße benötigt wurden, kam durch öffentliche Spenden in die Umbaukassen.

Unter der Intendanz von Jörg-Dieter Haas dominierte vor allem eine altgediente bayerische Schauspielerriege um Gustl Bayrhammer das Image des Hauses. Über viele Jahre prägte Ruth Drexel zunächst als Regisseurin, dann als Intendantin das Volkstheater maßgeblich. Mit der Ausnahme einer kurzen Interimsintendanz leitete sie das Theater von 1988 bis 2002.

Mit Christian Stückls Antritt begann ab 2002 eine neue Ära für das Volkstheater. Mit einem neuen, jungen Ensemble und der Zusammenarbeit mit ebenso jungen Regisseuren verschaffte er dem Haus ein eigenständiges Profil. Das seit 2005 jährlich stattfindende Theaterfestival Radikal Jung bringt junge Theatermacher aus dem deutschsprachigen Raum und inzwischen auch dem Ausland zusammen.