Schloss Nymphenburg

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Das Schloss Nymphenburg zählt zu den großen Königsschlössern Europas und ist heute eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit. Das Schloss war lange Zeit die Sommerresidenz der Wittelsbacher. Anlässlich der Geburt des Thronfolgers beauftragten Kurfürst Ferdinand Maria und seine Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen 1664 Agostino Barelli mit der Errichtung eines Sommerschlosses westlich von München. Diesem schlichten kubischen Bau wurden unter Max Emanuel und Karl Albrecht Erweiterungsbauten nach Plänen von Henrico Zuccalli und Joseph Effner angefügt.

Der gewaltige Steinerne Saal erhielt seine Rokokodekoration durch Johann Baptist Zimmermann und François Cuvilliés d. Ä. zur Zeit des Kurfürsten Max III. Joseph. Berühmt ist die von König Ludwig I. bei Joseph Stieler in Auftrag gegebene Schönheitengalerie.

Der Nymphenburger Schlosspark ist eines der größten und bedeutendsten Gartenkunstwerke Deutschlands. Er bildet mit dem Schloss Nymphenburg und den Parkburgen (Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg, Magdalenenklause) eine Einheit. Die Anlage liegt im Westen Münchens im nach dem Schloss benannten Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg an der Grenze zu Pasing-Obermenzing.

Das Marstallmuseum zeigt u. a. historische Staats- und Galawagen, Prunkschlitten und Reitausrüstungen aus der ehemaligen Hofwagenburg und Sattelkammer der bayerischen Herrscher. Hervorzuheben ist der 2012 neu restaurierte Herkulesschlitten Max Emmanuels als ältestes Gefährt der Ausstellung. An König Ludwig II. erinnern prunkvolle Wagen und Schlitten im Stil des Historismus sowie 26 Portraits seiner Leibreitpferde von Friedrich Wilhelm Pfeiffer.

Konzerte und Feiern werden hauptsächlich im Hubertussaal und im Johanissaal veranstaltet. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert fanden im Hubertussaal Konzerte, festliche Essen und Theateraufführungen statt.