Münchner Kammerspiele

(c) Gisela Gerhardt

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Die Münchner Kammerspiele wurden 1912 zunächst als Privattheater gegründet. Untergebracht war dieses im Münchner Lustspielhaus in der Augustenstraße. 1926 erfolgte unter dem seit 1917 amtierenden Intendanten Otto Falckenberg der Umzug in das heutige Schauspielhaus in der Maximilianstraße. Von Anfang an war das Haus für die Qualität seines Ensembles berühmt. In den 20er Jahren galt es als die wichtigste Bühne außerhalb Berlins, Bertolt Brecht war 1923/24 bei Falckenberg als Dramaturg tätig.

1933 wurden die Kammerspiele zu einem städtischen Theater, Falckenberg blieb trotz kurzzeitiger Verhaftung durch die Nationalsozialisten bis 1944 Direktor. Nach dem Krieg musste der zerstörte Bühnenraum wieder in Stand gesetzt werden. Ab 1945 prägten viele bekannte Namen das Theater, darunter Erich Engel, August Everding und Hans-Reinhard Müller. 1961 kam es zur Eröffnung des Werkraumtheaters als zweiter, kleinerer Spielstätte. 1971 wurde das Theater erstmals gründlich renoviert, wobei man darauf achtete, den Jugendstil beizubehalten. 1981 wurde Dieter Dorn Intendant; seine Amtszeit war mit 18 Jahren (1981-2011) mit Abstand die längste.

Eine Vielzahl bedeutender Regisseure hat den Stil des Hauses bis heute geprägt. Dazu gehörten Peter Stein, Thomas Langhoff und Peter Zadek. Neben den Klassikerinszenierungen bildeten auch Uraufführungen einen wesentlichen Bestandteil der Spielpläne: Bayerische Autoren wie Franz Xaver Kroetz, Herbert Achternbusch, Marieluise Fleißer oder Kerstin Specht spielten und spielen als Dramatiker für das Haus eine wichtige Rolle. Auch die Beschäftigung mit zeitgenössischen Dramatikern wie Botho Strauß, Heiner Müller, Werner Schwab und Bernard-Marie Koltès prägten das Profil der Münchner Kammerspiele als Gegenwartstheater.

Frank Baumbauer, von 2001 bis 2008 Intendant der Kammerspiele setzte diese Linie fort. Nach einer Übergangsleitung durch die Chefdramaturgin Julia Lochte, der künstlerischen Referentin Christiane Schneider und dem Geschäftsführenden Direktor Dr. Siegfried Lederer, leitet seit 2011 der Niederländer Johan Simons das Haus. Seit 2015 ist Matthias Lilienthal Intendant am Münchner Schauspielhaus. Ab der Spielzeit 15/16 heißen die Spielstätten Kammer 1 (Schauspielhaus), Kammer 2 (Spielhalle) und Kammer 3 (Werkraum).

Weitere Spielstätten der Kammerspiele:

Kammer 3 in der Hildegardstraße 1

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Kammer 2 in der Falckenbergstraße 1

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