Deutsches Theater

(c) Gisela Gerhardt

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1896 erbauten Alexander Blum, Joseph Rank und Karl Stöhr das im Stil des Barock gehaltene Deutsche Theater, das auch "Feenpalast" genannt wurde. Damals beinhaltete das Gebäude neben dem Theatersaal noch Restaurants, ein Café und zahlreiche Wohnungen. Ursprünglich wurde das Theater vor allem für Varieté-Veranstaltungen, volkstümliche Komödien und Volksschauspiele genutzt, es fanden aber auch Sportveranstaltungen und Faschingsbälle dort statt. 1918 tagten im Theatersaal außerdem die Arbeiter- und Soldatenräte der Münchner Räterepublik.

Unter Hans Gruß, der ab 1918 das Theater führte, traten viele bekannte Künstler wie die Tiller-Girls und Karl Valentin auf, ein Auftritt von Josephine Baker wurde 1929 aber verboten. Mit der Herrschaft der Nationalsozialisten musste Gruß 1935 Paul Wolz weichen, der das Theater bis zu seiner Zerstörung 1943 leitete. 1951 wurde das Deutsche Theater München in einem 1949 bis 1951 nur teilweise wiederaufgebauten Gebäude wiedereröffnet. Ab den 1960er Jahren erweiterte man den vom Varieté geprägte Spielplan um klassisches Schauspiel, Ballett, Operette und Musical. Von 1976 bis 1982 wurde der Theatersaal von Reinhard Riemerschmid im Stil der Pop Art umgestaltet.

Seit 2008 werden am Deutschen Theater Sanierungsarbeiten durchgeführt, die ursprünglich im Herbst 2011 fertiggestellt werden sollten.

Im März 2014 feierte das Deutsche Theater mit dem Broadway-Klassiker "Westside-Story" seine Wiedereröffnung!