zurück

Der nach Prinzregent Luitpold von Bayern benannte Theaterbau wurde 1900 nach einem Entwurf des damals sehr bekannten Architekten Max Littmann erbaut, der sich bei seinen Plänen besonders an dem Richard-Wagner-Festspielhaus in Bayreuth orientierte, und mit "Die Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner eröffnet. Im Laufe der Zeit wurde das Prinzregententheater vielfältig genutzt, in den Sommermonaten für Richard-Wagner-Festspiele, von 1919 bis 1944 auch vom Bayerischen Staatsschauspiel als Sprechtheater.

Eine große Ära des Hauses begann nach dem Zweiten Weltkrieg, als es von 1944 bis 1963 die Bayerische Staatsoper beherbergte. 1963 wurde das Haus wegen Baufälligkeit geschlossen. Mit Hilfe vieler Privatspenden und vor allem durch die Initiative von August Everding konnte es 1988 mit einer als "kleine Lösung" konzipierten Teilinstandsetzung – einer Spielfläche vor dem eisernen Vorhang – sowie Restaurierung aller dem Zuschauer zugänglichen Räumlichkeiten wiedereröffnet werden. Die Bühne bestand jedoch nur aus einer provisorischen kleinen Spielplattform. 1996 wurde auch der Bühnenbereich saniert und mit einem versenkbaren Orchestergraben versehen. 1996 war die feierliche Wiedereröffnung mit "Tristan und Isolde".

Seit 1993 beherbergt das Prinzregententheater die Bayerische Theaterakademie August Everding mit den Studiengängen Schauspiel, Musical, Oper, Regie, Dramaturgie, Theater-, Film- und Fernsehkritik, Bühnenbild und -kostüm sowie Maskenbild.